Kondensation und hohe Luftfeuchtigkeit sind bekannte Herausforderungen in den Produktionsräumen der Lebensmittelindustrie. Abgesehen von zeit- und kostenaufwendigen Trocknungsarbeiten bringt das Schwitzwasser, das aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit entsteht, noch andere Probleme mit sich: Wichtige Anlagen und Maschinen sowie das Mauerwerk selbst können durch die Feuchtigkeit Schaden nehmen. Eine solche Umgebung bietet zudem leider ideale Bedingungen für Rost- und Schimmelbildung. Dieser Beitrag befasst sich damit, wie diese lauernden Gefahren Ihre Produktionsvorgänge und Wirtschaftlichkeit negativ beeinflussen können und was Sie, mit Hilfe eines Adsorptionsentfeuchters, dagegen tun können.

Risiken für die Lebensmittelherstellung


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Schlachthäuser sowie fleisch-, geflügel- und fischverarbeitende Betriebe stehen vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, die Produktionsbelastung durch vorherrschende Kondensation rechtzeitig zu erkennen und effektiv zu verringern. Besonders in der Lebensmittelndustrie sind die Auswirkungen von Bakterien, Mikroorganismen und anderen Krankheitserregern, die durch zu hohe Luftfeuchtigkeit vermehrt entstehen können, schwerwiegend für die Endqualität der Produkte. Schwankende Luftfeuchtigkeitswerte wirken sich zudem negativ auf das generelle Produktionsumfeld und dessen Hygienebedingungen aus und verhindern so die Beständigkeit der Produkionsleistung- und qualität. Zusätzlich stellen Verunreinigungen dieser Art eine erhebliche Gesundheitsgefährdung für Mitarbeiter und Kunden dar.

Übermäßige Kondensation führt außerdem zur Schimmelbildung, welche durch die bei der Lebensmittelverarbeitung übliche Wasser- und Dampfreinigung verschlimmert wird. Obwohl diese Art der Reinigung kurzfristig wirksam zu sein scheint, erhöht sie zugleich die Luftfeuchtigkeit und trägt so langfristig zum Anstieg des allgemeinen Kondensationsniveaus der Produktionsbereiche bei. Infolgedessen steigt damit das Risiko, den strengen Hygienevorschriften der Lebensmittelherstellung nicht mehr gerecht werden zu können. Zum Beispiel erhöht sich durch hohe Kondensation auch die Wahrscheinlichkeit, dass Listerien als Konsequenz des überschüssigen Schwitzwassers, das von Rohren und Decken aufs unverarbeitete Essen tropfen kann, in Ihren Lebensmitteln entstehen. Solche sanitären Bedingungen können im schlimmsten Fall die Zwangsstilllegung Ihrer Produktion bedeuten, was geschäfts- und imageschädigend wäre und das Unternehmen zudem viel Geld kosten würde.

Schwitzwasser und Schimmelbildung

Schimmelwachstum in  Abhängigkeit der relativen Luftfeuchtigkeit

Abbildung 1: Schimmelpilzwachstum in Abhängigkeit zur relativen Luftfeuchtigkeit 

Als eine der Folgen hoher Luftfeuchtigkeit ist vor allem das Risiko von Schimmelwachstum hervorzuheben. Schimmelpilze in Gebäuden benötigen abgesehen von hoher Luftfeuchtigkeit auch Nährstoffe zum wachsen. Damit bilden die Baumaterialien älterer Mauerwerke, Beton, Zement, und sogar die aus Papier bestehenden Produkt- und Flaschenetiketten, welche in und um Ihre Betriebsräume herum gefunden werden können, potenziellen Nährboden für vermehrtes Schimmelwachstum.

Den Angaben des Umweltbundesamts nach genügt für das Wachstum von Schimmelpilzen schon eine relative Luftfeuchtigkeit von 70 % bis 80 % an der Oberfläche des jeweiligen Materials, wenn die Feuchtigkeit über eine längere Zeit einwirkt. Obwohl die Materialien nicht sichtbar nass sein müssen, um Schimmel aufweisen zu können, liegen besonders günstige Wachstumsbedingungen bereits vor, wenn es zu richtiger Kondensation auf oder im Material kommt. Dies ist in lebensmittelverarbeitenden Betrieben oft der Fall, da sich, aufgrund der hohen Temperaturunterschiede zwischen den gekühlten und normalen Produktionsbereichen, häufig Schwitzwasser an den kalten Oberflächen der Anlagen und an den Wänden ansammelt.

Je höher also die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Betrieb, desto größer auch das Risiko von Kondensation und der aus dem Kondenswasser hervorgehenden Schimmelbildung. Beispielsweise wird mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 % nach etwa zwölf Tagen Schimmel wachsen, wobei man bei einem Wert von unter 60% die Wahrscheinlichkeit deutlich verringert, wie es aus Abbildung 1 ersichtlich ist. 

 

Bedeutung der Wasseraktivität für das Pilzwachstum

Abbildung 2: Wasseraktivität (und darauffolgende Schimmelaktivität) in Abhängigkeit zum Feuchteinhalt

Die Bildung von Schimmel und anderen Pilzen ist von dem Feuchtigkeitsgehalt an der Materialoberfläche, der auch häufig durch die sogenannte Wasseraktivität (aw-Wert) beschrieben wird, abhängig. Die Feuchtigkeitsgrenze, unterhalb welcher kein Wachstum von Schimmelpilzen auf Materialien stattfindet, liegt unter sonst optimalen und konstanten Bedingungen bei einem aw-Wert von 0,7 auf der Materialoberfläche, was in der Praxis einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 % im Innenraum entspricht.

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 80 % sind die Wachstumsbedingungen aber nicht nur für Schimmel, sondern auch für viele andere innenraumrelevante Schimmelpilzarten optimal. Steigt die Oberflächenfeuchtigkeit über diesen Wert, können nahezu alle Bakterien- und Schimmelpilzarten entstehen, wie man an Abbildung 2 erkennen kann.

Eine Lösung für alle Fälle

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Als Allzwecklösung für kondens- und damit feuchtigkeitsbedingte Probleme bieten sich professionelle Adsorptionsentfeuchter der Firma Cotes an. Diese sorgen in der Lebensmittelproduktion, zum Beispiel in Schlachthäusern, fleisch-, geflügel- und fischverarbeitenden Betrieben, für die Prävention von gefährlichen Verunreinigungen, was sich positiv auf Ihre Produktqualität und die Stabilität Ihrer Betriebsvorgänge auswirkt. Trockenluftlösungen von Cotes ermöglichen die Kontrolle und Regelung der Taupunkttemperatur in Ihren Betriebsräumen und sorgen so dafür, dass Kondensation nicht mehr entstehen kann.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Entfeuchtungsmethoden haben die Adsorptionsentfeuchter den entscheidenden Vorteil, dass sie sogar im Temperaturbereich von 40°C bis 0°C konstante und zuverlässige Leistungen erbringen. Damit bietet Ihnen die Adsorptionstechnologie nicht nur Effektivität, sondern auch Effizienz und Flexibilität. Bei Bedarf können nämlich sogar zusätzliche Kälteeinheiten an Ihren Entfeuchter angebracht werden, so dass auch bei Temperaturen unter -25°C der reibunglose Ablauf Ihrer betrieblichen Aktivitäten sichergestellt ist. Das Serienprogramm „Cotes All-Round“ ist zudem so modular aufgebaut, dass zusätzliche Funktionen wie Wärmerückgewinnung und Kühlung hinzugefügt werden können.

Wie funktioniert die Adsoptionstechnologie?

 

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Adsorptionsentfeuchter von Cotes besitzen einen einzigartigen Aufbau, der zwei verschiedene Luftströme nutzt um Ihre Betriebsräume effektiver und schneller zu trocknen: den Prozessluftstrom und den Regenerationsluftstrom. Beide werden durch den selben Rotor geleitet.

Die feuchte Luft wird aus dem Raum durch einen Prozessluftfilter geführt und gelangt dann in den sich langsam drehenden Rotor. Dieser besteht aus Silikagel, das der feuchten Luft ihre Wassermoleküle entzieht. Die Feuchtigkeit wird im Rotor gebunden und die getrocknete Luft aus dem Prozessluftstrom mit dem gewünschten Temperatur- und Luftfeuchigkeitswert in den entsprechenden Raum zurückgeleitet.

Während die Feuchtigkeit im Raum beseitigt wird, wird gleichzeitig ein zweiter Luftstrom durch den Entfeuchter geleitet, durch den der Rotor, der inzwischen viel Feuchtigkeit gebunden hat, ebenfalls getrocknet wird. Die Außenluft wird hierfür im Regenerationsluftstrom zunächst erwärmt, um mehr Wasser aufnehmen zu können und erst danach vom Rotor angesaugt. Die gesammelten Wassermoleküle binden sich an diesen Luftstrom, der dann wieder nach draußen abgeleitet wird. Der gesamte Prozess wird von einem Feuchtesensor geregelt, der mit einer SPS-Steuerung verbunden ist. Mit diesem wird der gewünschte Feuchtigkeitswert festgelegt, damit der Entfeuchter nur bei Bedarf in Betrieb ist und am effizientisten arbeitet.

Schauen Sie sich gerne unser animiertes Erklärungsvideo an, um sich ein besseres Bild von den Vorgängen zu machen:

wie funktioniert adsorptionsentfeuchtung

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Unser Ziel ist es, Ihr Unternehmen auf dem Weg zu einer besseren und einfacheren Betriebs- und Produktionsführung zu begleiten, von der Bestandsaufnahme und Installation bis hin zur Wartung und Nachrüstung. Wir entwerfen Ihnen eine maßgeschneiderte Trockenluftstrategie, die Ihren Produktionsanforderungen und -wünschen genau entspricht und Ihnen vor allem dabei hilft, Ihre Produktion vor den Gefahren der Kondesation zu schützen.

Wenn Sie ermitteln wollen, ob Sie in Ihrer Produktion eine Trockenluftlösung benötigen oder herausfinden möchten, wie eine angepasste Trockenluftstrategie für Ihr Unternehmen aussehen könnte, nehmen Sie bitte Kontakt mit einem unserer deutschen Partner auf!